Conselho Tutelar:
Ein Gesetz besagt, dass jeder Stadtbezirk eine Conselho Tutelar (eine ähnliche Institution wie unser Jugendamt) besitzen muss ... mehr 
Die Schule:
Neben den 50 Jungen, die im Kinderdorf wohnen, besuchen hier zusätzlich noch ca. 150 andere Kinder die erste bis vierte Klasse ... mehr 
Die Klinik:
Das Amecc Kinderdorf kümmert sich um das leibliche Wohl der Kinder. Angefangen bei der Unterkunft, über die Kleidung bis hin zum Essen ... mehr 
Integration:
Langfristiges Ziel von Amecc ist es, die Kinder wieder in ihre Familien zu integrieren – falls dies aufgrund der Situation möglich ist ... mehr 
Die Malocas:
Die Kinder leben in sogenannten Malocas. Ihrer gibt es fünf im Kinderdorf. Maloca heisst übersetzt Indianerhütte ... mehr 
Conselho Tutelar:
Ein Gesetz besagt, dass jeder Stadtbezirk eine Conselho Tutelar (eine ähnliche Institution wie unser Jugendamt) besitzen muss, deren Auftrag es ist, Jugendliche und Kinder der Stadt zu schützen.
Viele der im Amecc Kinderdorf lebenden Kinder wurden von der Conselho Tutelar ins Dorf gebracht.
Die Schule:
Neben den 50 Jungen, die im Kinderdorf wohnen, besuchen hier zusätzlich noch ca. 150 andere Kinder die erste bis vierte Klasse – und 86 besuchen die Vorschule. Jedes Kind aus armen Verhältnissen wird hier aufgenommen. In Brasilien ist Schulbildung zwar frei, allerdings scheitert es bei den armen Familien oft daran, dass die Schulkleidung nicht bezahlt werden kann.
Hier bei Amecc wird die Schulkleidung gesponsert, ebenso das gesamte Material, das Essen, benötigte Medikamente und Nachhilfe.
Die Klinik:
Das Amecc Kinderdorf kümmert sich um das leibliche Wohl der Kinder. Angefangen bei der Unterkunft, über die Kleidung bis hin zum Essen und zur Freizeitgestaltung.
Das ist sehr viel, aber oftmals reicht es bei den Kindern, die ins Kinderdorf kommen, nicht aus. Denn zu viel haben Sie auf der Straße erleben müssen, zu viel haben sie zu verarbeiten.
Aus diesem Grund wurde Ende 2003 das Projekt Espaco Roman ins Leben gerufen: eine Einrichtung für die Behandlung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher, die aus armen Verhältnissen stammen. Neben klassischen Therapieansätzen werden Workshops, die ausdrücklich für das Spiel reserviert sind, ergänzend eingesetzt. Die Kinder lernen so, wieder zu spielen.
Seit die Kinder einmal die Woche in die Espaco Roman fahren, hat sich ihr Befinden und Verhalten stark gebessert: Sie haben mehr Selbstvertrauen erlangt und können sich selbst besser akzeptieren. Sie laufen seltener davon und auch der Drang, etwas zu zerstören, ging zurück.
Verantwortlich für die psychologische Betreuung im Dorf ist Louiz Carlos Feliciano Marques.
Integration:
Langfristiges Ziel von Amecc ist es, die Kinder wieder in ihre Familien zu integrieren – falls dies aufgrund der Situation möglich ist. Die Unterstützung von Amecc gilt deshalb nicht nur den Kindern, sondern auch den Familien. Zu bestimmten Zeiten, den sogenannten Integrationstagen, die an den Wochenenden oder in den Ferien stattfinden, sind die Kinder bei ihren Eltern oder anderen Verwandten zuhause. Ziel dabei ist, die Kinder wieder an ihre Familien anzunähern.
Die Malocas:
Die Kinder leben in sogenannten Malocas. Ihrer gibt es fünf im Kinderdorf. Maloca heisst übersetzt Indianerhütte.
Tritt man durch die doppelflügelige Eingangstüre einer Maloca, befindet man sich auf einem kleinen Podest und vor dem Besucher eröffnet sich ein großer hoher Raum. Links und rechts führen einige Stufen hinunter in eine Art Wohnzimmer. Dort befindet sich ein großer Tisch – hier essen die 10 Bewohner der Maloca. Links vom Wohnzimmer ist eine Tür, die in die Küche führt, während rechts davon eine Tür in den Schlafraum der Kinder führt. Der Schlafraum ist mit Stockbetten ausgestattet.
Geradeaus kommt man in eine Art von Spielraum. Hier befindet sich der einzige Luxus des Hauses: ein DVD-Player plus Fernseher.
Jede Maloca hat zwei Betreuer, idealerweise eine Sozialmutter und einen Vater, die sich abwechseln. Die BetreuerInnen bleiben immer gleich, um den Jungs größtmögliche Kontinuität zu bieten. Das Leben in der Maloca kann man mit einem Familienleben vergleichen: es wird gemeinsam gegessen. Aufgaben für die Schule werden erledigt, es wird Wäsche gewaschen, usw.